Die Ritter aus Westfalen

In den Jahren 1160 bis 1167 nach der Eroberung der Stammesgebiete der westslawischen Obotriten und Wilzen durch Heinrich den Löwen, Herzog von Sachsen, kamen deutsche Ritter aus Westfalen in dieses Gebiet. Unter ihnen war auch der Stammvater der Familie von Schwerin, die bis ins 17. Jahrhundert hinein die Geschicke in Teilen Pommerns lenken sollten. Drei seiner Urenkel liessen sich auf der Insel Usedom, auf Spantekow und auf der Fläche des heutigen Altwigshagen nieder. Sie bauten Burgen mit Gräben, Wällen und Türmen, von wo aus sie ihre Streifzüge unternahmen und ihre Händel – besonders mit der Stadt Anklam – führten.

Der Text in dieser Urkunde vom 27. Oktober 1295 ist in lateinischer Sprache verfasst und behandelt die Festlegung der Grenzen des Dorfes Rosenhagen:
"Der Knappe Henning von Buggevitz, genannt von Neuenkirchen, bekennt gegen die Stadt Anklam, dass die Grenzen des Dorfes Rosenhagen durch die beiden Bäche Svartebeke und Smerleke gebildet werden..."
In der drittletzten Zeile am rechten Rand wird ein Herr Hinricus de Sverin aus Oldogheshaghen erwähnt.

Das Dokument befindet sich im Stadtarchiv von Greifswald.

Derer von Schwerin fochten ihre letzten Fehden zwischen 1482 und 1486 aus. Danach wurde es etwas friedlicher im Lande. Ihre Wehranlagen verfielen langsam. Der Altwigshagener Besitz, zu dem auch Demnitz, Lübs und Neuendorf gehörten, zersplitterte duch mehrmalige Erbteilung. In der Mitte des 15. Jahrhunderts gelangte die Familie Lindstädt zu einem ansehnlichen Teil von Altwigshagen. 1639 verstarb der letzte der Lindstädts und deren Anteile fielen zurück an die Familien von Schwerin.

Durch Erbschaften und Verträge mit seinen Brüdern gelang es schliesslich Bogislav von Schwerin, der als Generalmajor in den Diensten des Kurfürsten von Brandenburg stand, die Güter wieder zu vereinen. Die Schweden herrschten im Land. Der General hatte zwar Swinemünde, Wolgast, Anklam, Stettin und Stralsund für den Kurfürsten zurück erobert, musste aber mitansehen, wie Vorpommern am Ende des 30-jährigen Krieges den Schweden zugesprochen wurde. So tauschte er seine Besitztümer weinige Jahre später gegen die Ländereien des Königlich-Schwedischen Hofgerichtsverwalters Georg Friedrich von Borcke in Hinterpommern. Hinterpommern war im Friedensvertrag von 1648 den Brandenburgern zugefallen.

Familie von Borcke   

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